Französischer Kochkurs in der Sterneküche

Das Hotel „Le Saint James“ liegt außerhalb von Bordeaux, in Bouliac, eingebettet in Weinbergen. Da es nicht im Zentrum liegt, hat der Besucher von der Terrasse einen guten Blick ins Tal der Garonne.
Ende der 80er wurde es vom französischen Architekten Jean Nouvel, mit Erfolg, aus- und umgebaut. Das Design ist zeitlos und erinnert etwas an das Lido Palace.
Im Restaurant wird moderne französische Küche serviert, der ein oder andere nennt es Crossover-Cuisine oder neue französische Küche, vom Prinzip ist es dasselbe.

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Mets Mots – die Baustelle der köstlichkeiten


Ein Aperitif in der Le Bar au Vin, egal ob regionaler Schaum- oder Weißwein geht immer. Über die Allées de Tourny geht es über den gleichnamigen Platz zum Mets Mots.

Vom äußeren Eindruck könnte das Mets Mots am Strand von le Porge stehen. Das äußere Bild spiegelt sich innen wieder. Die OSB-Platten auf dem Boden, die Rückwand mit alten Zeitungen tapeziert, alles passt sehr gut zusammen und wirkt wie eine gut aufgeräumte Baustelle.

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Bordeaux-Wein: Geschichte, Boden, Klima und Reben

Bordeaux und Wein ist eine sehr lange Geschichte, darum nur ein paar Eckdaten.
Die ersten Weinberge wurden vor über zweitausend Jahren angelegt und dementsprechend haben sie die Landschaft geprägt und den wirtschaftlichen Aufschwung beflügelt.

Einer der Höhepunkte, der heute noch einen großen Einfluss auf die Region und die Weine hat, ist die Klassifizierung von 1855. Auf diese sagenumwobene Klassifizierung gehe ich in einem extra Beitrag ein, das dauert zu lange. Denn eines der besten Chateaus aus der Region hat keine Premiers Cru Klassifizierung bekommen.

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Märkte in Bordeaux

Für die meisten gehört im Urlaub ein Marktbesuch dazu. In den unzähligen kleinen Dörfern der Gironde, Gascogne und dem Baskenland gibt es ein- oder zweimal die Woche einen kleinen Markt, wo Bauern und Händler aus der Region ihre Waren verkaufen. In Bordeaux ist die Sache anders und die Entscheidung, welchen Markt man besucht, an manchen Tagen sehr schwer.
Einige Märkte sind einen Besuch wert, andere können ignoriert werden und es gibt natürlich einen Geheimtipp.

Am Ende beantworte ich noch die Frage, warum Montage in Bordeaux dafür da sind um seine Sachen zu packen und nach „Le Porge“ zu fahren.

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Mit Armagnac auf den Sommer

Lieber bernsteinfarben, fruchtig mit Holzaromen oder klar mit Aromen von Zitrone und Orange? Armagnac ist eine Wundertüte, facettenreich, wie kaum eine andere Spirituose. Neben der Lage, der Traube spielt die Toastung (Räucherung) des Fasses die entscheidende Rolle. 

Armagnac wird seit 1310, bei Wikipedia steht was Anderes, das ist falsch, in der Gascogne gebrannt und ist der älteste Weinbrand Frankreichs, wahrscheinlich sogar weltweit.
Bis 1972 wurde Armagnac ausschließlich in einem Durchgang gebrannt, seitdem ist es erlaubt Armagnac doppelt zu brennen, was nur drei Destillen machen, die dafür sehr gut.

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Teubner – Das große Buch vom Fisch

In meinen letzten Wochen zur Online-Kochausbildung dreht sich alles um Fisch. Da ich diesen gerne verarbeite und noch lieber esse, ist das ein Thema, mit dem ich mich genauer beschäftige. Bei der Ausbildung kann nicht auf alles eingegangen werden, aus dem Grund lohnt es sich zur Vertiefung von Interessengebieten Fachlektüre zu lesen. Zu den umfangreichsten Fachbüchern zum Thema gehört sicher „Das große Buch vom Fisch“ vom Teubner Verlag.

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Die achte Woche – die Grundlage von allem, der Fond

Auf die achte Woche habe ich mich wahnsinnig gefreut. Vom Ablauf hätte ich den Content mit der sechsten oder siebten Woche kombiniert, dazu aber später mehr.
Während meines Küchenpraktikums in der Sternegastronomie habe ich zwei Sachen gelernt. Erstens, dass eine Diskussion mit dem Chefkoch vollkommen unangebracht ist, wenn man nicht gerade zehn Kilogramm weiße Zwiebeln schälen möchte.  Mundhalten, zugucken, lernen und verstehen.
Das zweite und vielleicht noch viele Wichtigere ist: Der Fond ist die Grundlage von allem und die Grundlage von unerschöpflicher Kreativität.

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Die siebte Woche – ausnehmen, entschuppen und filetieren

Mit einer Woche Verspätung startet eines meiner persönlichen Highlights. Fische können auf vielfältige Weise zubereitet werden und die Auswahl ist sehr groß. Fester Seeteufel, würzige Sardinen oder zarter Saibling. Es gibt mehr als 28.000 Fischarten, da bleibt geschmacklich niemand auf der Strecke.

Fisch kann roh gegessen, gekocht, in Salzkruste gebacken, gebraten, gegrillt, frittiert und geräuchert werden – kurzum er ist vielseitig einsetzbar.

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