Mets Mots – die Baustelle der köstlichkeiten


Ein Aperitif in der Le Bar au Vin, egal ob regionaler Schaum- oder Weißwein geht immer. Über die Allées de Tourny geht es über den gleichnamigen Platz zum Mets Mots.

Vom äußeren Eindruck könnte das Mets Mots am Strand von le Porge stehen. Das äußere Bild spiegelt sich innen wieder. Die OSB-Platten auf dem Boden, die Rückwand mit alten Zeitungen tapeziert, alles passt sehr gut zusammen und wirkt wie eine gut aufgeräumte Baustelle.

Als Designkontrast die Stühle, Tische und die Bar, die ein 70er-Jahre-Flair transportieren. Klingt nach einem absoluten Designalbtraum, ist dafür genauso stimmig, wie die angerichteten Teller, die Leo Forget durch den mit OSB-Platten ausgebauten Pass schickt. Die Vorspeise, eine Kombination mit Tomate-Mozzarella, Wassermelone und Oliven. Caprese kennt jeder, die Qualität der Zutaten ist hier entscheidend und die ist hier wirklich gut, die Wassermelone hätte ich weggelassen, die Verbindung mit der schwarzen Olive, leicht sauer, war gelungen.
Die geräucherte Forelle, mit Gurken-Tzatziki, fein geschnittenen Salat und Blinis, bei sommerlichen Temperaturen ein leichtes und frisches Gericht.

Kalb auf Champignon-Püree mit Artischocken, Fenchel und Mais wurde zum Hauptgang serviert. Das alles war zu viel. Neben dem Kalb ein Gemüse, maximal zwei, als Begleiter ausbauen und gekonnt Szene setzen ist vollkommen ausreichend. Alles andere geht unter und verwirrt, geschmeckt hat es trotzdem.

Das Dessert, mit in Rosmarin gebratenen Aprikosen an Honigsahne. Die elegante und dezente Süße von der Aprikose in Verbindung mit den kräftigen Aromen vom Rosmarin haben das Menü perfekt abgerundet.
Es gibt guten, offenen Champagner und eine abgestimmte Weinbegleitung.

Eine einzigartige Atmosphäre, guter Wein und handwerklich schöne, ansprechend angerichtete Teller.  

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