Eine Schüssel voll Geschmack

An Salatschleudern scheiden sich die Geister. Die einen halten sie für Platzverschwendung, die anderen für unentbehrlich. Ich kann nur Gutes über Salatschleudern berichten, optisch besteht, meiner Meinung nach, bei vielen Modellen Verbesserungsbedarf.
Bei meinem neusten Modell gibt es nichts zu bemängeln, sogar der vermeintliche Nachteil entpuppt sich als Vorteil.

Zwei Modelle aus Kunststoff
Vor der „klassischen“ Salatschleuder gab es eine rote Tupper-Schüssel mit Siebeinsatz. Die war super, ich konnte Salat waschen, abtropfen lassen und in der Schüssel im Kühlschrank lagern. Da der Salat nicht in direkten Kontakt zum Abtropfwasser kam, wurde er nicht matschig. Leider war die Schale sehr hässlich, darum wurde sie irgendwann durch das Salatkarussell vom gleichen Unternehmen ausgetauscht.
Die war nicht viel schöner und hatte neben der Optik einen weiteren Nachteil, es gab zwei Deckel. Einen zum Schleudern, mit einer Öffnung um das Wasser abzugießen, und einen anderen zum Lagern im Kühlschrank, der die Schüssel fest verschließt.

Ein Deckel lag also immer irgendwo rum, wenn die Schleuder oder das „Karussell“ nicht in Gebrauch war, waren es zwei. Wegen dem Deckel habe ich die Schüssel allerdings nicht ausgetauscht, sondern wegen der Optik. Die konnte ich nicht auf den Tisch stellen, wenn ich Gäste hatte.

Qualitativ hatte ich mit beiden Modellen keine Probleme und wenn es darum geht einen Salat zum Picknicken ans Meer mitzunehmen, sind beide Modelle zu empfehlen. Da ich öfter zu Hause esse, als in Le Porge am Strand, wurde das Plastik recycelt und durch Edelstahl ersetzt.

Wie kam es dazu? Zufall, nichts als Zufall.    

Kein Geschenk, dafür eine neue Salatschleuder
Nachdem ich eine Freundin meiner Schwester angerufen habe, weil ich ein Geburtstageschenk für sie brauchte, hat sie gesagt, dass sie die Schale schön findet, sie ihr die aber schenkt.
Somit hatte ich immer noch kein Geschenk, dafür kaufte ich mir eine neue Salatschüssel mit integrierter Schleuder – so würde ich sie beschreiben.

Es ist eine schöne, matte Edelstahlschüssel mit einem flachen Boden, darauf wird der Drehteller mit dem Korb platziert. Der Deckel hat zwei Funktionen, einmal ist darin die Kurbel zum Schleudern und zum Zweiten verschließt er die Schale, damit der Salat frisch bleibt.
Das ich nur einen Deckel habe, hat mich im ersten Moment gestört, da die Schale dadurch höher wird, mittlerweile finde ich es sehr praktisch, da ich keinen extra Deckel in der Küche rumliegen habe.
Die Drehteller-Korb-Kombination hat mehr Vorteile als Nachteile. Bei der Ausführung von Tupper war der Drehteller im Boden, der nach oben gewölbt war, integriert. Dadurch gab es natürlich ein Teil weniger, die Schüssel konnte so nicht für andere Küchenarbeiten verwendet werden. Theoretisch kann ich meine Rösle-Schleuder benutzen, wenn ich Brioche- und Pizzateig mache, und eine große Schüssel brauche, während der Teig aufgeht. Theoretisch, weil die Schüssel immer mit Salat gefüllt im Kühlschrank steht und somit nie für was Anderes benutzt wird.

Ich mag die Schale, nicht nur optisch, die Verarbeitung ist super und die Entwickler haben sich wirklich Gedanken zur Handhabung gemacht.

Zu beziehen direkt über Rösle oder beim Händler des Vertrauens.
Drei Empfehlungen für lokale Händler: Für Bonn und Umgebung lohnt sich ein Besuch bei van Dorp, in Köln das Kölner Kochhaus und in Nürnberg bei Küchen-Lösch.     

Mehr über die fabelhafte Welt des Essens und Trinkens gibt es auf Instagram unter: www.instagram.com/sebastian_heuser_bdx/