Warum die „ligne B“ der Tram in Bordeaux so schön ist

Für Alle, die planen, Bordeaux zu besuchen und nicht wissen, wo sie übernachten sollen, hier eine kleine Entscheidungshilfe. Sucht eine Unterkunft an der Tram-Linie B, das ist mit Abstand die beste Strecke und hier kommen schonmal vier gute Gründe – an nur einer Haltestelle.

1. Cité du Vin, das Weinmuseum ist ein architektonisches Highlight und prägt das Stadtbild von Bordeaux wie kaum ein anderes Gebäude und ist für Weinliebhaber ein Muss. Weingeschichte des Bordelais und der Welt mit wechselnden Ausstellungen. Ein gutes Restaurant und der dazugehörige kleine Park laden zum Entspannen ein.

Wer nicht mit der Bahn zurückfahren möchte, sollte die Gelegenheit nutzen und den Bootsfahrplan prüfen. Mit dem Boot besteht die Möglichkeit direkt vom Museum bis zum Miroir d´eau zu fahren. Eine wirklich schöne Tour um die Stadt von der Garonne aus zu betrachten. Als Passagier kommt man in den Genuss eines weiteren Highlights. (siehe Punkt 2.)

2. Die Pont Jacques Chaban-Delmas, eine Hubbrücke, die tagssüber schon beeindruckend aussieht aus nächster Nähe zu betrachten. Seine gesamte Schönheit entfaltet das Bauwerk höchster Ingenieurskunst erst bei Nacht, wenn die vier Pfeiler leuchten. Ein besonderes Highlight ist, wenn die Brücke nachts gehoben wird und ein beleuchtetes Schiff einfährt oder die Stadt verlässt.


3. Einen gemütlichen Spaziergang am Hafenbecken sollte sich niemand entgehen lassen. Am Ende des Hafens ist die Base Sous-Marine de Bordeaux mit dem dazugehörigen Treibstofflager. Beides sind Denkmäler aus dem zweiten Weltkrieg, die jetzt einen positiven Beitrag leisten.

Während im ehemaligen Treibstofflager Whisky und andere Spirituosen gebrannt werden, erwartet die Besucher des ehemaligen U-Boothafens eine besondere Musemsatmosphäre.

Der Standardwhisky von Moon Harbour ist kein Highlight. Einige andere Sorten werden in alten Weinfässern gefinisht, dafür gibt es viele Liebhaber, liegt meiner Meinung nach daran, dass diese schmecken.
Aus dem braunen Rum lässt sich ein guter Rum-Sour machen, da der Rum in Whiskyfässern reift, hat er ein besonderes Aroma und ergibt einen Rum-Whisky-Sour.
Die Ausstellungen in der Base Sous-Marine wechseln regelmäßig, die Stunde, die für die Lichtinstallationen vorgeschlagen ist, sollte eingeplant werden.

4. Wer nach den ganzen Besichtigungen Hunger hat, sollte auf dem Rückweg in der Halles de Bacalan die Möglichkeit nutzen was zu essen. Tapas, Ceviche, Austern, Burger und klassische, einfache französische Bistroküche, hier wird jeder satt, bevor es mit Boot oder Tram zurück in die Stadt geht.


Es gibt noch mehr Gründe für die Linie B und in den kommenden Berichten gehe ich auf weitere Highlights an der Tram-Strecke ein, natürlich verstärkt auf die kulinarischen, außerdem stelle ich in einem Hotelguide zwei Hotels direkt an der Linie vor.

Mehr über die fabelhafte Welt des Essens und Trinkens gibt es auf Instagram unter: www.instagram.com/sebastian_heuser_bdx