Guêpe Verte – scharfe, grüne Wespe aus Mexiko

Es gibt die großen Klassiker unter den Cocktails, dazu gehören natürlich Negroni, Julep und Sours. Allerdings sind Barkeeper sehr kreative Menschen und so kommen immer wieder neue, innovative Cocktails über den Tresen zu den trinkfreudigen Genießern der gepflegten Barkultur.
Guêpe Verte ist eine dieser Kombinationen, Mexiko trifft auf Paris. Die Grüne Wespe schafft es beides auf erstklassige Weise zu verschmelzen.
Eher untypisch für einen Cocktail, hier unabdingbar, eine längere Vorbereitungszeit, Chili-infused Tequila.

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Wodka – leider nicht verstanden

Das Bild, das Wodka in der Öffentlichkeit hat, ist nicht das beste. Woran das liegt, ist relativ einfach erklärt. Wenn ich am Wochenende morgens joggen gehe, laufe ich durch eine Unterführung. Dort liegen des Öfteren zerbrochene Glasflaschen von klaren Spirituosen, die Namen von ehemaligen russischen Staatsoberhäuptern tragen. Dadurch wird der Morgensport teilweise zum Hindernislauf.
Der Markt von billigem, geschmacksneutralem Wodka ist sehr groß. Er wird gerne mit diversen zuckerhaltigen Softdrinks sowie Säften aus Konzentraten gemischt und konsumiert. Ist nicht gerade gesund, leider eine traurige Tatsache. Weiterlesen

Mexiko – mehr als nur Tequila

Wer an Mexiko denkt, dem kommen Banditen aus Western-Filmen, schlechte, viel zu fettige Tex Mex Küche und leider Sierra Tequila Silver, den früher sicher jeder mit Salz und Zitrone getrunken hat, in den Sinn.
Ist nicht ganz falsch, trotzdem – Mexiko hat sehr viel mehr zu bieten.
Neben einer abwechslungsreichen, geschmacksintensiven, scharfen Küche gibt es natürlich sehr guten Tequila und einen fantastischen Mezcal.
Mezcal hat nichts mit Mescalin zu tun, er ist eine und vielseitig einsetzbare Spirituose.
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Negroni – a true classic since over 100 years

English translation at the bottom

Negroni – seit über 100 Jahren ein großer Klassiker 

Seit genau einhundert Jahren ist der Negroni auf den Cocktailkarten dieser Welt zu finden.
Wer einmal diese perfekt abgestimmte, leicht ölig wirkende Konsistenz, bestehend aus Campari, Gin und Vermouth auf Eis gerührt, über Eis abgeseiht mit einer Orangenzeste garniert, getrunken hat, erliegt ihm. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn die Mischung hat es in sich.
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Österreichischer Whisky – Wasser des Lebens

Über 20 Jahre habe ich unterschiedlichste Whiskys probiert, an Verkostungen teilgenommen, viel Zeit in der größten Whiskybar der Welt (Hotel Waldhaus am See, St. Moritz) verbracht und nie den Geschmack und Zugang zu Whisky gefunden.
Nach meinem Besuch in einer Whisky-Destillerie, in einem der bekanntesten Whisky-Länder weltweit: Österreich, hat sich das geändert. Zum allerersten Mal schmeckt mir Whisky und das sogar ohne Zitronensaft, Zucker und Eiweiß (Whisky Sour).
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Braulio – Natur in ihrer reinsten Form

„Die Götter im Olymp haben nur Wein getrunken, weil Sie Braulio noch nicht kannten.“ Das ist meine bescheidene Meinung. Wenn Gianni ebenfalls vor Ort gewesen wäre, hätten sie ihn wahrscheinlich als Brauliojito getrunken, dazu später mehr.
Schon beim Halten der Flasche, wenn einem das hellblaue Etikett mit der weißen Schrift auf rotem Hintergrund anlächelt, fühlt der Betrachter sich in die Piemonter Alpenwelt versetzt. Saftige grüne Wiesen mit einer Vielzahl von Wildkräutern, die als Grundlage für dieses herrlich braune Elixier dienen.

Wer den roten Verschluss mit einem sanften Knacken öffnet, dem steigt sofort ein süßlich-kräutiger Duft in die Nase. Über die Aromen und den Geschmack von Braulio sollten Gedichte geschrieben werden, nichts kann allerdings den puren Geschmack dieser für mich einzigartigen Spirituose toppen.

Nichts? Vielleicht doch ein paar Cocktails, die mit Braulio der absolute Wahnsinn werden.
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Braulio – eine Hommage an die Reinheit der Natur

Meinen ersten Braulio habe ich 2008 im Sommer im Engadin getrunken, als ich in St. Moritz gearbeitet habe. Wir haben eine Bergtour gemacht und in den Schweizer Alpen gezeltet. Am Abend, als die Sonne hinter den schneebedeckten Berggipfeln unterging, hat dann einer meiner Arbeitskollegen seinen Lieblingsbitter rausgeholt.
Den hatte er vorher zwei Stunden in einem Schneefeld gekühlt. Trotz der Höhe und der widrigen Umstände musste ordentlich gekocht werden, dazu gehört natürlich ein guter Rotwein, ebenso ein Bitter danach. Es war ein Braulio Riserva 2005 und der Geschmack war unbeschreiblich.
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