Vollkorn-Brioche – eine vollwertige Alternative

Ich kann es nicht leugnen, Brioche ist mittlerweile unverzichtbar für mich geworden. Zum Frühstück mit Marmelade oder einer italienischen Nuss-Nougat Creme,  zum Aperitif mit etwas Foie Gras leicht karamellisiert oder – wenn ich nachts Hunger habe – mit etwas Butter und Fleur de Sel.
Empfehlenswert ist ein Croque Brioche mit Reblochon nach Pierre Gagnaire, das Rezept werde ich in den kommenden Tagen vorstellen.
Da ich große Mengen dieses wunderbar herrlich, leichten Buttergebäck genieße, wird es Zeit für eine gesunde Alternative. Zum Glück gibt es Jutta Horneber, Bäckerin von der Kernmühle. Sie hat es geschafft mich in die geheimnisvolle Welt des Sauerteigs einzuweisen und jetzt kommt das Vollkornbrioche.

Das klingt nicht nur nach wohlschmeckendem, gesunden Genuss, nein das ist es.

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Die Gourmet-Bibel, endlich wirklich alles über die französische Küche

Dieses Jahr ist Weihnachten schon am 14. Oktober. Der Christian Verlag veröffentlicht die Gourmet-Bibel Frankreich von Francois-Régis & Freunden. Hier steht wirklich alles drin, was jeder über die französische Küche wissen sollte. Es ist weit mehr als ein Kochbuch, es ist das umfangreichste Nachschlagewerk und ein Atlas über Frankreichs wohl bekanntestes und bestes Exportgut.
In den letzten Jahren wurden die Stimmen lauter, dass Frankreich nicht mehr der kulinarische Hotspot der Welt sei, das ist natürlich falsch.
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Seeteufel und Aprikosen, Gegensätze ziehen sich an

Am Sommer an der Küste sind leichte, frische Vorspeisen beliebt. Relativ unbekannt bei uns ist Seeteufel mit Pfirsich. Marinierter, roher Fisch wird der südamerikanischen oder asiatischen Küche zugeordnet. Das südfranzösische Rezept ist mit einigen Änderungen, meiner Meinung nach ist der Pfirsich zu dominant, ein Highlight im Sommer. Die Pfirsiche werden durch Aprikosen und ein Teil der Zitronen durch Grapefruits ersetzt. Dadurch bekommt das Gericht eine fruchtige Säure, die den Seeteufel gart und die Aprikosen mariniert und hervorhebt.     

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Kochzeitschriften – es ist kein Ende in Sicht

Da es gefühlt mehr Kochzeitschriften als alles andere im Zeitschriftenhandel gibt, ist eine Fortsetzung des Blogartikels überfällig.

An der Ausgangssituation hat sich natürlich nichts geändert: Sind alle publizierten Kochzeitschriften sinnvoll oder bieten einen Mehrwert?

Wie bereits im ersten Teil der Wertanalyse: es gibt nützliche Kochzeitschriften, interessante Kochzeitschriften, aus denen man Ideen ableiten kann, und zu guter Letzt Kochzeitschriften, die einem nicht weiterhelfen und somit keinen Mehrwert bringen.

Nachfolgende Zeitschriften werden in die Wertanalyse einbezogen: Yam, Arts & Gastronomie, Port Culinaire, Food and Travel, Rolling Ping, Slow Food, Eat Smarter und B-Eat.
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Brioche – ich kann keinen Kuchen

S´ils n`ont plus de pain, qu`ils mangent de la brioche.“ Wenn sie kein Brot mehr haben, sollen sie doch Kuchen essen. Dieser kurze Satz enthält zwei Fehler. Erstens wird er fälschlicherweise Marie Antoinette zugeordnet. Tatsächlich stammt der Satz von Jean-Jacques Rousseau, einem Wegbereiter der französischen Revolution, aus seiner 1769 erschienenen Autobiografie.
Zweitens, Brioche und Kuchen sind nicht dasselbe, es handelt sich um zwei komplett verschiedene Produkte. Eine Brioche mit etwas Foie Gras schmeckt fantastisch, kombiniert mit Kuchen ist das nicht für jeden Geschmack geeignet.

Neben Baguette und Croissant gehört die Brioche sicher zu den bekanntesten französischen Backwaren der „Boulangeries“.
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Süßkartoffel-Flammkuchen mit Ziegenkäse und Radicchio

Einer der Klassiker aus dem Elsass, der, zur allgemeinen Überraschung, nicht mit der Pizza verwandt ist. Anhand des Flammkuchens hat man  früher die Temperatur des Holzbackofens getestet, bevor Brot gebacken wurde. Außerdem konnte so die Hitze, die beim Aufheizen entstanden ist sehr gut genutzt werden.
Dank der wenigen Zutaten ist Flammkuchen schnell gemacht und jeder kann ihn individuell belegen, ob klassisch mit Zwiebeln und Speck, mit Walnüssen, Ziegenkäse, Honig und Thymian oder wie hier mit Süßkartoffeln.
Bei Flammkuchen bekommt jeder, was er möchte, dazu eine Flasche Riesling und es kann nichts schief gehen.
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Die ProWein 2018 – Wein um die Welt

Mitten in der Fastenzeit werde ich Jahr für Jahr wegen einem Großereignis vom Fasten abgehalten. Die ProWein in Düsseldorf. Einem der größten internationalen Branchentreffs für die Weinwelt. An der Fachmesse nehmen über 6.700 Aussteller aus 300 Anbaugebieten und mehr als 60 Ländern teil.

Bei dem Umfang ist eines vorab schon klar. In den drei Tagen der Messe ist es so gut wie unmöglich, alle Aussteller und Anbaugebiete zu verkosten. Wer sich viel Mühe gibt, schafft es an den drei Tagen aus jedem Land einen Wein zu probieren.
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Epicerie Boucherie: Französische Delikatessen & Bistro-Küche

Die Epicerie Boucherie ist nicht nur zum Einkaufen von französischen Delikatessen ein sehr guter Anlaufpunkt. Das klassisch, französische Essen mit einem belgischen Klassiker garniert, kann bis auf den letzten Bissen überzeugen.
Das Bistro ist komplett mit Tischen und Regalen vollgestellt. Bei den Mieten, die in der Kölner Südstadt aufgefahren werden, ist das absolut verständlich. Der Empfang ist freundlich und locker, wie man es erwartet. Eine kleine übersichtliche Karte, die von einer großen Tafel mit weiteren Spezialitäten ergänzt wird.

Als Vorspeise gab es einen Gourmet-Salat mit geräucherter Entenbrust, Roquefort-Käse und kandierten Walnüssen garniert. Das Gericht steht als Vorspeise auf der Karte, kann man sich auch problemlos teilen und beide haben genug, das Hauptgericht will ja auch noch gegessen werden.
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Lille, essen bei den den Sch`tis

DSC_0084Lille ist eine fanzösische Großstadt im Département Nord in Frankreich und die Hauptstadt der Region Hauts-de-France. In Frankreich hat die Region den Ruf, dass dort arktische Temperaturen herrschen und die Leute einen furchtbaren Akzent haben. Stimmt beides nicht. Das Wetter war nicht schlechter als in Belgien an den Tagen zuvor und auch der Akzent war nicht so schlimm wie befürchtet.

Einen Tag zuvor hatten wir grauenhaft in Brügge gegessen. Für den Ausflug nach Lille haben wir besser recherchiert und sind im BIP Gourmand (der kleine Bruder vom Guide Michelin) fündig geworden. Das Gabbro in der 55, rue de Saint André lag etwas außerhalb, aber es war den kleinen Umweg auf alle Fälle wert.

Das Gabbro liegt ca. 10-15 Minuten außerhalb des Zentrums von Lille.

Man wird freundlich begrüßt, bekommt einen der kleinen Bistrotische und direkt die Tafel mit dem aktuellen Tagesmenü. Als Aperitif gab es einen trockenen Weißwein und frisch gepressten Orangensaft.
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Eine Ode an die Restaurantkritiker

Es ist immer schwer in der Fremde ein gutes Lokal zu finden. Gerade in schmucken Städtchen, die Beinamen wie „Venedig des Nordens“ tragen, wird es einem nicht leicht gemacht.
In Brügge wird da aus jeder, etwas besseren Frittenbude ein Hot Spot für „Moules et Frites“. Diesen Fehler mussten wir teuer bezahlen. Miese „Moules et Frites“, ein grauenhafter Croque Monsieur in einer ungemütlichen Atmosphäre. Inklusive einer kleinen, typischen belgischen Bier Verkostung, durften wir für den ganzen Müll über 50,00 € ausgegeben.

Schlechtes Essen ist doppelt teuer, da man es doppelt bezahlen muss. Man isst es, wird nicht satt und geht in den nächsten Supermarkt um das nachzuholen, was man vorher nicht bekommen hat. Neben „Geheimtipps“ aus Reiseführern sind Bewertungsportale, wo jeder was schreiben kann auch kein zuverlässiger Ratgeber mehr.
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