Eine Ode an die Restaurantkritiker

Es ist immer schwer in der Fremde ein gutes Lokal zu finden. Gerade in schmucken Städtchen, die Beinamen wie „Venedig des Nordens“ tragen, wird es einem nicht leicht gemacht.
In Brügge wird da aus jeder, etwas besseren Frittenbude ein Hot Spot für „Moules et Frites“. Diesen Fehler mussten wir teuer bezahlen. Miese „Moules et Frites“, ein grauenhafter Croque Monsieur in einer ungemütlichen Atmosphäre. Inklusive einer kleinen, typischen belgischen Bier Verkostung, durften wir für den ganzen Müll über 50,00 € ausgegeben.

Schlechtes Essen ist doppelt teuer, da man es doppelt bezahlen muss. Man isst es, wird nicht satt und geht in den nächsten Supermarkt um das nachzuholen, was man vorher nicht bekommen hat. Neben „Geheimtipps“ aus Reiseführern sind Bewertungsportale, wo jeder was schreiben kann auch kein zuverlässiger Ratgeber mehr.
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Huîtrerie Régis: Seeigel & Austern im Zentrum von Paris.

dsc_0219Wer in Paris ist und Austern oder Seeigel essen möchte, kommt an der Huîtrerie Régis nicht vorbei.
Das Bistro liegt im 6ten Arrondissement, also sehr zentral, zwischen der Seine und dem Musée du Luxembourg.
In der Seitenstraße kann man bei schönem Wetter draußen sitzen. Wem das zu heiß ist, der muss auf einen der raren Tische im Restaurant warten. Da ich die letzten Sonnenstrahlen noch genießen wollte, war ich froh einen Tisch draußen ergattert zu haben. Die Karte ist sehr übersichtlich, es gibt Austern und Seeigel in verschiedenen Größen und die dazu passenden Weine.
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Das ZweiSinn Meiers, Bistro und Fine Dining in Nürnberg, einer der Aufsteiger des Jahres macht sich Selbstständig.

Ende März 2016 hat Stefan Meier mit dem ZweiSinn Meiers ein interessantes und gutes neues Konzept in Nürnberg eröffnet. Im Empfangsbereich und auf der Terrasse gibt es ein Bistro mit einer übersichtlichen Karte und im hinteren Bereich ist ein Gourmet-Restaurant. Beides ist sehr schön und einladend eingerichtet.
Mit dem Bistro möchte er die Laufkundschaft und Buisnesskunden aus der näheren Umgebung ansprechen und damit Lust auf sein Gourmetrestaurant machen.
Nach seinen Stationen wie dem Louis C. Jacob und Juan Amador ist es auch durchaus berechtigt, sich in dem Bereich etablieren zu wollen.

Der Service ist zuvorkommend, nicht aufdringlich und gibt uns alle relevanten Karten mit dem Hinweis auf zukünftige Veranstaltungen und Themenmenüs im Restaurant.

Wir starten mit einem trocknen Weißwein auf Empfehlung das Hauses und einem Winzersekt nach Champagnerverfahren, da es Mittagszeit ist und noch dazu sehr warm, bleibt es auch dabei.

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Mittagessen, lunch, déjeuner

Letztes Jahr habe ich mit meiner Freundin und meiner Tochter vier Monate Elternzeit in Bordeaux verbracht. Während meine Freundin gearbeitet hat, habe ich die Zeit genutzt um mich um „la petite pirate“ zu kümmern, mich mit meiner kleinen in Bordeaux zu verlieben, die Gironde und die angrenzenden Départements zu erkunden, die Französische Küche genossen, unzählige Bordeaux Weine probiert und gefühlte sechs Kilogramm zugenommen und das auch nur weil ich fast jeden Abend joggen war sonst wäre das ganze sicher im zweistelligen Bereich gewesen.

Da kleine Kinder gerne lange und viel schlafen habe ich das Bett auch selten vor 11:00 Uhr verlassen, bis man dann alles fertig gemacht hat ist es meistens zwölf Uhr und da es das große Frühstück am Marche des Capucins zu der Zeit schon nicht mehr gab stand man vor der großen Herausforderung – wo gehen wir jetzt essen?
Diese Frage stellte sich montags nie, da an diesem Tag sowohl der Markt als auch die guten Restaurants geschlossen hatten. Und genau da sind wir an dem Punkt – ausgenommen die Montage – woman anfängt Frankreich zu vermissen wenn – ja auch weil ich bis 11:00 geschlafen habe. Der entscheidende Punkte aber war: Mittagessen, lunch, déjeuner.
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